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Seit einem Jahr wird in der Oberstdorfer Rettungswache geschraubt, gehämmert, gestrichen und gefliest. Seit die Bergwacht ihr eigenes Quartier im Ried bezogen hat, laufen die Umbaumaßnahmen beim Roten Kreuz Oberstdorf auf Hochtouren. Die Garagen sind pünktlich zum Winteranfang fertig geworden, bis April 2008 sollen weitere Räume folgen.

Mit dem Meterstab zum Notarzteinsatz
Rotes Kreuz Umbau der Rettungswache am Gstad im vollen Gange – Mitglieder voll dabei
Oberstdorf l svo l
Seit einem Jahr wird in der Oberstdorfer Rettungswache geschraubt, gehämmert, gestrichen und gefliest. Seit die Bergwacht ihr eigenes Quartier im Ried bezogen hat, laufen die Umbaumaßnahmen beim Roten Kreuz Oberstdorf auf Hochtouren. Die Garagen sind pünktlich zum Winteranfang fertig geworden, bis April 2008 sollen weitere Räume folgen.
Neue Garagen„Wichtig ist, dass wir jetzt die gesetzlichen Ansprüche erfüllen, bezüglich der Hygieneräume und der getrennten Räume für Männer und Frauen,“ so Wachleiter Jürgen Thomalla. „Der Plan zum Umbau entstand schon vor 16 Jahren“, erklärt Bereitschaftsleiter Anton Kappeler. Damals hätte es noch nicht mal Duschen gegeben und man saß oft zu acht in einem Raum. Diese Zustände hatten sich bald etwas verbessert, aber es war immer noch zu wenig Platz. Der war dann da, als die Bergwacht auszog, Geld für Umbauarbeiten gab es allerdings noch nicht. „Deshalb boten wir dem Kreisverband an, den Umbau in Eigenregie zu machen.“ Nur die Arbeiten, die allein nicht zu bewerkstelligen sind, werden von Firmen gemacht. 650 000 Euro soll das Projekt kosten. „So wie es bis jetzt aussieht, können wir das auch einhalten.“ Der Kreisverband Oberallgäu brachte 190 000 Euro für die Garagen und 200 000 Euro Ablöse für die Bergwacht auf. Den Rest finanziert die Bereitschaft selbst. Durch Rücklagen und Spendenaufrufe kamen 50 000 Euro zusammen. In etwa nochmal soviel konnte durch die Mithilfe einiger Firmen und Wiederverwertung alter Materialien gespart werden. „Trotz allem fehlen immer noch rund 20 000 Euro.“ Kappler hofft deshalb weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung. Jeden Tag waren ehrenamtliche Helfer an der Wache und auch die hauptamtlichen Retter und Notärzte helfen kräftig mit, um ihren Arbeitsplatz zu verschönern. Da sei es schon mal vorgekommen, dass die Einsatzkräfte mit Meterstab und Bleistift hinterm Ohr zum Notarzteinsatz fuhren. Die neuen Garagen der Rot-Kreuz-Rettungswache Oberstdorf sind fertig. Der gesamte Umbau dauert aber voraussichtlich noch bis April 2008.

Foto: Stephanie Vogel, Artikel aus dem Allgäuer Anzeigeblatt